Churrascaria Steakhouse öffnet im FORUM Schwanthalerhöhe in München

 

Churrascaria ist protugiesisch; es ist die Bezeichnung für ein Restaurant, das vor allem gegrilltes Fleisch (Churrasco) anbietet. Seit April 2022 gibt es im FORUM Schwanthalerhöhe eine solche Chrurrascaria. Betrieben wird das Restaurant von Bobby Ilic, seiner Frau Gospava und Sohn Nicola.

Das ist tatsächlich etwas Besonderes, diese Art zu speisen ist eine alte Gaucho-Tradition und kommt aus Brasilien. Fleisch wurde schon vor hunderten von Jahren auf großen Spießen direkt über der Feuerstätte gegrillt und nach herzhafter Würzung mit Heißhunger verzehrt. Auch eute ist es eine weit verbreitete Tradition in Brasilien, täglich in die Churrascaria zum Essen zu gehen. Bei uns ist eine Churrascaria dagegen etwas Besonderes: nach dem „Rodízio“-Prinzip werden große, knusprig-zart gegrillte Fleischspieße direkt am Tisch den Restaurantgästen serviert. Rodízio bedeutet dabei soviel wie Kreislauf: Hier ist gemeint, dass die Spieße sich im ewigen Kreislauf vom Feuer zum Tisch und zurück befinden. Dazu gibt es stets ein reichhaltiges Beilagen-Büffet (dabei auch Süßes).

Nikola und Bobby Ilic präsentieren einige der im Restaurant verwendeten Fleischsorten

Dabei werden dem Gast die unterschiedlichsten Fleischsorten (Rind, Schwein, Geflügel, Lamm) in regelmäßigen Abständen durch die sogenannten „Cortadores“ angeboten und direkt auf den Teller geschnitten. Und zwischen den Fleisch-Gängen kann auch – für die Meisten eine Überraschung – gegrillte Ananas mit Zimt genossen werden.

Die Churrascaria im FORUM Schwanthalerhöhe ist ein Familienunternehmen, Bobby Ilic: „Wir freuen uns, diesen Standort direkt im Münchner Herzen gefunden zu haben.“

Nach der Eröffnung im April wurden nun bekannte Gesichter aus dem Showbusiness eingeladen, die sich heute im Restaurant einfanden, dazu die Presse. Eine schöne Gelegenheit, das traditionelle brasilianische Essen zu probieren. Das fand auch der Schauspieler Peter Rappenglück („Hubert und Staller“): „Richtig gutes Fleisch hier, ich komme wieder!“. Auch Moderatorin Georgia Guillaume war da und machte sich einen Mädels-Nachmittag: „Michel ist auf Dreharbeiten, deswegen bin ich mit meiner Hündin Anoun hier. Ich liebe brasilianisches Essen und im FORUM wollte ich ohnehin schon lange mal wieder zum Shoppen, das war heute eine gute Gelegenheit!“.

Moderator Barry Werkmeister (bekannt für „Die Zeit läuft“, derzeit mit „Auf den Cent genau“ unterwegs): „Das Forum hat eine gute Lage, hier ist man schnell. Und das brasilianische Essen hat super geschmeckt“.

Neben der Eröffnung des Restaurant tut sich auch weiterhin einiges im FORUM Schwanthalerhöhe. So ist zum Beispiel Civil Relief Munich mit einem Pop-Up-Store eingezogen. Das Unternehmen bringt jeden Tag Hilfsgüter an die ukrainische Grenze und holt Ukrainer:innen direkt zu Gastfamilien nach München und Bayern.
Wer Kleidung oder Dinge für den Grundbedarf wie Hygiene Artikel uwsw. spenden möchte, kann dies bei der Hilfsorganisation im Untergeschoss des FORUMs tun.

Vom 25. Juni bis zum 6. August 2022 werden die 8. Kunst- und Kulturtage im Westend stattfinden, es wird jeden Samstag ein großes Fest geben. Interims-Centermanagerin Anita Stampfl: „Das Eröffnungsfest der Kunst und Kulturtage wird bei uns an der Zirkuswiese vor dem FORUM Schwanthalerhöhe stattfinden. Wir sind sehr stolz, die Eröffnungsfeier ausrichten zu dürfen.“

Das Churrascaria Steakhouse und das FORUM Schwanthalerhöhe finden Sie hier: Theresienhöhe 5, 80339 München – U-Bahn Schwanthalerhöhe

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter im PresseClub

Wohnen und Verkehr: Wahlentscheidende Themen in Bayern?

Neue Besen kehren gut – gilt das auch in der Politik? In Bayern sind Landräte kleine Könige, Christian Bernreiter war in Deggendorf in 20 Amtsjahren ungemein beliebt und galt immer als Kandidat für höhere Weihen.

Jetzt ist der CSU-Politiker seit Februar Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr. Wie geht er mit dem Wohnraummangel in den Städten um? Und dem teilweisen Leerstand auf dem Land? Ist das Einfamilienhaus noch zeitgemäß? Kann man stärker in die Höhe bauen? Muss man den Fachkräftemangel am Bau wie eine Naturerscheinung ertragen? Welche Pläne hat Bernreiter beim Verkehr und wie sehr schmerzt es, dass in Berlin kein CSU-Verkehrsminister mehr sitzt? Welche Verkehrsmittel benutzt er selbst am liebsten? Ist die bayerische Autoindustrie auf dem richtigen Weg? Und welche Rezepte hat Bernreiter im Kampf gegen die AfD, die im Kreis Deggendorf immer stark war? Kann man AfD-Wähler wieder zur CSU und anderen Parteien zurückholen?

Diese und andere Fragen diskutierte der Minister am 13. Mai 2022 mit PresseClub-Vorstandsmitglied Manfred Otzelberger.



Text (bearbeitet) und Video: PresseClub München e.V.


Fridays for Future demonstriert in München

Fridays for Future demonstriert in München, seit mehr als zwei Jahren an jeden Freitag. Demonstriert wird für Veränderungen in der Politik. Veränderungen, die nötig sind, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und die Erderwärmung auf 1,5 °C zu beschränken – sofern dies überhaupt möglich ist.
Der Protest richtet sich auch gegen die Erweiterung des Braunkohletagebaus Garzweiler II in Nordrhein-Westfalen. Dort ist das Dorg Lützerath unmittelbar vom Abriss bedroht – sowie fünf weitere Dörfer, die alle dem Braunkohletagebau weichen sollen.

Deutlich mehr als 100 Leute versammelten sich also an diesem Freitag gegen 14 Uhr am Europaplatz in München, in Sichtweite des Friedensengels.

Der Europaplatz, so weiß es Wikipedia, zählt zu den am meisten befahrenen Verkehrsknotenpunkten Münchens. Entsprechend war der Sammelplatz gesichert. Doch nach einigen kurzen Reden wurde dann – mit dem Beginn der Demo – der Verkehr gestoppt und etwa 12 Dutzend Klimaaktivist*innen machten sich auf den Weg. Durchs südwestliche Bogenhausen bis zum Prinzregentenplatz auf dem dann die Abschlusskundgebung stattfand.

Bogenhausen ist ein rugiger Stadtteil, die Demo zog jedoch gebührend Aufmerksamkeit auf sich, wurde bemerkt von Jung und Alt an den Fenstern. Manche schüttelte auch den Kopf ob solch einer fröhlichen und zugleich ernsten unerzogenen Meute, die sich lautstark bemerkbar machte.

Günther Beckstein: Die türkische Presse dankt

Journalist*innen türkischer Medien haben gestern – gemeinsam mit dem Koordinierungsrat der Türkischen Vereine (TÜDEK) – dem ehemaligen Bayerischen Innenminister und Bayerischen Ministerpräsidenten a.D. Dr. Günther Beckstein für seine langjährige Zusammenarbeit gedankt.

Orhan Tinengin, Doyen der Türkischen Presse in München, fasste sich kurz: „Ich kenne Dr. Günther Beckstein seit 1984, als er noch ein junger Abgeordneter war. Anlass war die Reise von Mitgliedern des Bayerischen Landtags mit dem damaligen Generalkonsul in München in die Türkei. Seitdem hat Dr. Beckstein – als Innenminister, als Ministerpräsident – immer gute Kontakte mit der türkischen Presse gehabt. Er stand uns immer als Ansprechpartner zur Verfügung.

Dafür bedankte sich Orhan Tinengin im Namen der türkischen Medienvertreter*innen und überreichte dem stolzen Ehrengast eine Plakette. Die Zeremonie wurde von mehr als nur höflichem Applaus begleitet. Orhan Tinengin: „Wir danken Ihnen, dass Sie bei uns sind „.

Geplant war diese Ehrung bereits für Ende März 2020, wurde aber – wie so vieles Andere auch – aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben.
Endlich konnte die Veranstaltung nun also am 26. Oktober 2021 im Restaurant Marmaris stattfinden.

Geladene Gäste – darunter auch ausgesuchte Vertreter bayerischer Medien, ehemalige Polizeichefs, der Generalkonsul der Türkei in München und eben Verter*innen türkischer Medien sowie der Türkischen Vereine – warteten auf Dr. Günther Beckstein, der direkt aus der Bayerischen Staatskanzlei gekommen war und für einige Minuten Verspätung nach Erhalt der Ehren-Plakette um Entschuldigung bat: „Ich hatte einen wichtigen Termin, den man nicht absagen kann: Ich war – übrigens zum ersten Mal – offiziell bei meinem Nachfolger im Büro.“

Und von seinem Nachfolger hatte Günther Beckstein herzliche Grüße zu bestellen. Dr. Beckstein: „Er hat ausdrücklich gesagt, dass er weiß, welche Bedeutung es hat, gute Kontakte zu den türkischen Medien zu pflegen. Und ich will sagen, dass ich Ihre Arbeit hoch respektiere. Sie arbeiten in einer schwierigen Zeit. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland sind – wir haben das in den letzten Tagen gemerkt – schwierig. Und das wirkt sich auf Ihre Arbeit auch aus. Und ich habe großen Resepkt dafür, wie Sie diese Arbeit machen, die deutlich macht, dass sie einerseits eine große Beziehung zu Ihrem Herkunftsland haben, aber andererseits die Werte dieses Landes sehr respektieren. (…)
Wir haben etwa 4 oder 5 Millionen Türken bzw. Türkischstämmige in Deutschland. Die wollen sich natürlich in ihren Medien wiederfinden. Mit ihren Meinungen, ihren Themen. (…)

Er schloss seine kurze Dankesrede mit einer Art Apell: „Ich vertrete die Meinung, dass wir auch bei politischen Schwierigkeiten, die es im Moment zwischen der deutschen und der türkischen Regierung (gibt), dass wir die Beziehungen auf der Ebene der Medizin, der Ebene der Journalisten, der Ebene der Städte-Partnerschaften, unbedingt aufrecht erhalten müssen, damit die Gräben nicht tiefer werden, sondern der Weg für eine bessere Zukunft geebnet wird.

Einen Kommentar zur Politk der Regierung Erdogan konnte sich Dr. Beckstein nicht verkneifen. „In den Anfangsjahren hat Erdogan eine tolle Arbeit gemacht. Er hat das Land hinaufgekriegt. Aber ich weiß, dass es manchmal auch in Bayern so ist: Wenn einer all zu lang im Amt ist, dann steigt ihm Manches in den Kopf, und dann wird es schwierig. Und in dieser Phase befindet sich aus meiner Sicht die Türkei.

Mehmet Günay, Generalkonsul der Türkei in München: „Sie sind ein Freund der türkischen Gemeinde hier in Bayern und in München gewesen – und sind es immer noch!

Auf aktuelle politsche Probleme wolle der Generalkonsul nicht eingehen. Er sprach über die aus seiner Sicht bedeutende menschliche Dimension der Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland. „Denn„, so Mehmet Günay, „vor 60 Jahren sind Menschen aus der Türkei hier in Deutschland angekommen. Im Rahmen des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, dieses Jahr ist das 60. Jubiläumsjahr dieses Abkommens. Und wir sind auf einem guten Weg. Weil die türkische Gemeinde, weil die türkischstämmigen Menschen hier in diesem Land eine zweite Heimat gefunden haben. Sie sind aktiv an dem gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und politschen Leben dieser Gesellschaft beteiligt. (…) Wir haben Akademiker, wir haben Journalisten, wir haben Politiker unter uns. Aber auch draußen haben wir tolle, vorbildliche Menschen, die deutlich zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Und so wird es weiter sein. Daher ist unser Anliegen, dass unsere türkischstämmigen Mitbürgerinnen und Mitbürger hier in Deutschland, wo sie leben, sich an dem gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben beteiligen, und das tun sie!

Und dann gab’s gut zu essen.